Bonitos Hüttentour 2015

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Es ist der 07. August 2015. Alle Radiosender sowie Fernsehkanäle warnen vor dem heißesten Tag im Jahr: „Die 40°-Marke wird gebrochen!“, „Bleiben Sie lieber zuhause und trinken ein kühles Bier.“ waren nur zwei Warnungen, die den Zuhörern zu Ohren kamen. Tja, und was machte Bonito an diesem Tag? Natürlich ging es rauf auf den Berg!!! 🙂 🙂

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Und es stimmte. Die Sonne war am Freitag ziemlich unerbittlich! Und das bereits in den Morgenstunden. Um 9:00 Uhr morgens ging es für die „Frühschicht“ im schönen Nesselwängle, nahe des bezaubernden Haldensees, nämlich schon los. Mit Rucksack, Hut, Achselshirt und nur dem nötigsten (Nicht wahr, Dominik? 😉 ) ging es für die Vorhut rauf auf die Tannheimer Hütte. Zum Glück konnten wir unsere Frühstückssachen mit der Lastengondel auf unsere Hütte vorschicken (Das sparte uns sehr viel Schweiß.).

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Trotzdem mussten die 1760 Höhenmeter zur Tannheimerhütte erstmal überwunden werden. 😛 Doch die Aussicht motivierte ungemein: Bergblumen blühten am Wegesrand, die Schmetterlinge umkreisten die Steinhänge und selbst die unerbittliche Sonne gewährte unseren Wanderern eine epische Aussicht auf die umliegenden Berge.

Oben angekommen wurde sogleich unser super Schlafdomizil für die nächsten drei Tage ausgekundschaftet. Tja, und das war nicht nur so ein schnödes, enges Zimmerchen, sondern ein eigenes kleines Häuschen NUR für unsere Bonito-Berghasen! Küche, Frühstückstisch, Lagerfeuerstelle sowie ein ganzes Schlafabteil (ich sage es gern noch einmal: NUR) für unsere Bonitos! Was’n Ding!!!

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Doch wie bereits erwähnt, war dies bloß die Vorhut der Bonitos. Doch wo war die Nachhut? Leider haben es einige von uns noch nicht geschafft, entweder im Lotto zu gewinnen, oder sich von irgendeinem Adeligen adoptieren zu lassen, somit mussten diese noch bis in die Nachmittagsstunden arbeiten. Doch auch sie schafften es (mit Hilfe einiger aus der Vorhut, die extra nochmal nach unten ins Tal gewandert sind) in unser Schlafdomizil.

08. August. 04:00 Uhr morgens! Der Wecker klingelt. Alle Bonitos stehen in Rekordgeschwindigkeit auf, haben ihre Wandersachen bereits gepackt und stürmen bereits nach wenigen Minuten aus der Berghütte. Doch warum? War etwa Kelly Heelton oder Conchita Wurst zu Gast angekündigt? Nein, noch viel besser (…okay, vieleicht nicht „besser“ aber auch „sehr, sehr gut“): Es ging auf die Rote Flüh, um von dort einen Bergsonnenaufgang mitzuerleben! Zahlreiche Nachtsichtlampen und ein heller Mond wiesen unseren Berghasen den sicheren Weg auf den 2108 Meter hohen Berggipfel.

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Es war einfach ein Traum: Die rote Sonne, die wundervolle Aussicht auf die vielen Gipfel rund um die Rote Flüh. All das bot sich unseren Jungs. Doch noch viel mehr: Gämse streiften unsere Wanderer auf allen Wegen. Ob klein oder groß: Sie waren überall (leider auch ihre „Hinterlassenschaften“).

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Durch das frühe Aufstehen sowie nach einem selbstgemachten Frühstück nach dem Bergabstieg zurück zu unserer Berghütte, ging es an diesem Tag hochmotiviert weiter. Über die Nesselwängler-Scharte ging es in Richtung Hahnenkamm. Dabei konnte wiederum einiges bestaunt werden. Wollschafe, die sich hinter einer Felsformation Schatten suchten, steile Berghänge, die todesmutig von all unseren Gipfelstürmern bezwungen wurden, Gämse in Hülle und Fülle und das wunderschöne Schloss Neuschwanstein, das urplötzlich an einer Bergsenke in der Ferne zur Geltung kam. Nach so vielen Abenteuern in der prallen Sonne freuten sich unsere Naturburschen richtig über einen leichten Sommerregen, der sie zurück zur Tannheimer Hütte führte. Dort belohnten sie sich mit Kaiserschmarrn, Krautroulade und vielem mehr (das Essen war dort nämlich ausgezeichnet). Der letzte Abend wurde mit Spielen und viel Gerede über das Erlebte wunderschön abgerundet.

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Denn am 09. August hieß es zusammenpacken. Die Hütte wurde tiptop aufgeräumt und das letzte Frühstück eingenommen. Danach ging es hinunter ins Nesselwängle, wo wir alle hofften, dass auch JEDES Auto auf uns wartete und uns sicher nach Hause fahren würde.

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An alle Berghasen: Einen riesengroßen Dank! Viele von euch sind über ihre Grenzen hinaus gegangen, ihr könnt stolz auf euch sein. Wir sind es! Einen großen Dank natürlich auch an die Tannheimer Hütte, die sich top um uns gekümmert hat! Bis zum nächsten Mal, wenn es heißt:

„BONITO – Am Gipfel“ 😉

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